Sonntag(23.10.2016) ging das dreitätige Deister-Symposium zu Ende. Freitag Abend wurden die Teilnehmer in der Kaue der Schachtanlage am Klosterstollen in die Geologie und Wirtschaftsgeschichte des Deisterbergbaues eingeführt.

Klosterstollen in Barsinghausen

Die hier am Deister gefundenen Flöze der Wealdenkohle fallen flach nach Norden ein. Gemäß den ältesten Belegen gibt es seit dem 16. Jahrhundert den Bergbau am Deister auf die Wealdenkohle.  Die Flöze waren nicht besonders mächtig und die Qualität war schwankend. Aber bei den benachbarten Kalköfen, Ziegelbrenner und Glashütten war der Bedarf nach Brennstoff hoch. Nach dem Abbau der Kohlen an der Berggkuppe des Deisters musste die Bergleute mit Schächten und Stollen durch das das Deckgebirge, um an die Kohlenflöze zu gelangen. Finanzkräftige Gewerken ermöglichten den Bergbau mittels langer Stollen am  Fuße des Deistersgebirges wie auch den Tiefbau mittels Maschinenschächten und Dampfmaschinen. Zwischenzeitlich ging der Betrieb durch Absatzmangel in Folge günstigerer Kohle aus anderen Regionen zurück konnte aber bei dortigen Lieferschwierigkeiten wieder Boden gutmachen. Doch 1957 wurde die letzte Tiefbaugrube geschlossen.

Am Samstag vormittag folgten die Vorstellungen einzelner Abbaureviere in Bredenbeck, Barsinghausen, Egestorf und Bantorf, die auch Ziel der Exkursionen des Deister Symposiums waren.

Am Samstag nachmittag habe ich mich der Exkursion von Peter Mühr und Thomas Müller zu den Überresten der Grube Antonie bei Bantorf angeschlossen.

Peter Mühr führt zum Carlschacht der Grube Antonie bei Bantorf

Industriestollen für die Wasserversorgung der Kesselspeisung am Carlschacht

ehem. Schachtanlage der Grube Antonie

Am Sonntag morgen stand dann das Revier des Freiherrn von Knigge in Bredenbeck auf meinem Programm. Dr. Achim Grube führte die Wanderung zu den dortigen Relikten des Kohle-Bergbaues.

Ernststollen bei Bredenbeck

Stollen Gute Hoffnung bei Bredenbeck

Lichtloch auf dem Ernstollen bei Bredenbeck

Schacht August bei Bredenbeck