Bei der Recherche nach alten Bergwerken fiel mir ein Concessionsgesuch auf einen Stauweiher für eine Wasserkunst in die Hände. Eingereicht hatten dies die Gewerken der Bleigrube Ceres. Es sollte ein altes Bleibergwerk am Fuchsheck mittels eines Schachtes neu aufgeschlossen werden. Das Grubenfeld wurde am 16. Januar 1844 verliehen.

Das machte mich neugierig und ich suchte die Grube im Gelände auf. Hier fand ich am Fuchsheck eine ordentliche Landschaft aus Gräbenschürfen, Schachtpingen und einen Tagebau.  Zum Tal hin noch einige vereinzelte Pingen die einen Stollenverlauf andeuten konnten, der aber, wenn vorhanden durch den Wegebau nur noch als Pinge erkennbar war.  Am Bach war das Gelände mit dem eisenschüssigen Ton planiert und der Bach teilweise mit Steinen eingefasst. Einen Damm für einen Stauweiher konnte ich nicht finden und daher auch nicht den Standort des Wasserades und des benachbarten Schachtes. Ist die Wasserkunst nicht zur Ausführung gekommen?

1864 findet sich die Meldung, dass der Bergmann Anton Keller, beim Ablassen des Dampfes so schwer verletzt wurde, dass er an den Folgen starb. Womöglich war ein Lokomobil im Einsatz um einen alten Schacht leerzupumpen.  Weitere fanden sich keine Überlieferungen.  Die Schürfarbeiten waren wohl nicht so erfolgreich, da sich die Erze hier anders verhalten, als im benachbarten Mechernicher Bleiberg.

 bleigrube ceres

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