Grube Seltermicke PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oliver Glasmacher   
Dienstag, den 09. November 2010 um 19:45 Uhr

Dieses Bergwerk baute einen ca. West nach Ost streichenden Kupfererzgang ab.

Im Revier Olpe kommen Kupfererze ausser auf den Eisenerzgängen auf
besonderen Lagerstätten in der Nähe von Rehringhausen auf dem Kupfer-
seifer Gangzuge vor, welcher auf eine Länge von 2 km überschürft ist, in
St. 5 streicht und mit 55° südlich einfällt.

Die Gänge setzen in einem den oberen Coblenzschichten zugehörigen grünlichen
und röthlichen Thonschiefer auf, welcher mit dünnem Grauwackenschiefer wechselt.1

Die alte Geschichte liegt im dunkeln. Bekannt ist das über einen oberen Stollen und ein Gesenk Kupfer abgebaut wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die alten Längenfelder in Geviertfelder umgewandelt. So entstanden die Grubenfelder Leo, Neue Seltermicke, Neue Seltermicke II und Goeben.2

1862 wurde ein stollen wurde zur abfuehrung der wasser im fundschacht des grubenfeldes „neue Seltermicke II“ gestrieben und dabei ein neues kupferfuehrendes hangendes trumm entdeckt.3

Wegen starker wasserzufluesse wurde in den 1860er Jahren der tiefen Leostollen angefangen, welcher nach 160 m Laenge den Hauptgang erreichte. Kupfererz wurde aber nicht mehr gefunden.4

Im unwegsamen Gelände finden sich noch einige Pingen, verbrochene Stollen und Halden.

Der tiefe Leostollen, Foto Oliver Glasmacher 2008

 

Halde des tiefen Stollens, Foto Oliver Glasmacher 2008

 

Alter Schacht, Foto Oliver Glasmacher 2008

Quelle:

1: Beschreibung der Bergreviere Arnsberg, Brilon und Olpe sowie der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont. (1890)

2: Sammlung Oliver Glasmacher

3: Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Preuß. Staate 1863

4: Sammlung Oliver Glasmacher

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. März 2011 um 16:44 Uhr
 
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