
Dieses Bergwerk baute einen ca. West nach Ost streichenden Kupfererzgang ab.
Im Revier Olpe kommen Kupfererze ausser auf den Eisenerzgängen auf
besonderen Lagerstätten in der Nähe von Rehringhausen auf dem Kupfer-
seifer Gangzuge vor, welcher auf eine Länge von 2 km überschürft ist, in
St. 5 streicht und mit 55° südlich einfällt.Die Gänge setzen in einem den oberen Coblenzschichten zugehörigen grünlichen
und röthlichen Thonschiefer auf, welcher mit dünnem Grauwackenschiefer wechselt.1
Die alte Geschichte liegt im dunkeln. Bekannt ist das über einen oberen Stollen und ein Gesenk Kupfer abgebaut wurde.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die alten Längenfelder in Geviertfelder umgewandelt. So entstanden die Grubenfelder Leo, Neue Seltermicke, Neue Seltermicke II und Goeben.2
1862 wurde ein stollen wurde zur abfuehrung der wasser im fundschacht des grubenfeldes „neue Seltermicke II“ gestrieben und dabei ein neues kupferfuehrendes hangendes trumm entdeckt.3
Wegen starker wasserzufluesse wurde in den 1860er Jahren der tiefen Leostollen angefangen, welcher nach 160 m Laenge den Hauptgang erreichte. Kupfererz wurde aber nicht mehr gefunden.4
Im unwegsamen Gelände finden sich noch einige Pingen, verbrochene Stollen und Halden.

, Foto Oliver Glasmacher 2008

, Foto Oliver Glasmacher 2008

, Foto Oliver Glasmacher 2008
Quelle:
1: Beschreibung der Bergreviere Arnsberg, Brilon und Olpe sowie der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont. (1890)
2: Sammlung Oliver Glasmacher
3: Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Preuß. Staate 1863
4: Sammlung Oliver Glasmacher


