Das Bergwerk Rosalie & Nathalie oder wie es nach den Grubenakten heißt: Konsolidierte Rosalie.

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Zechenplatz am oberen Stollen


Die Lagerstätte führte Spateisensteintrümmer mit eingesprengten Kupferkies (Rosalie) sowie Kupfermittel mit derb eingesprengten Fahlerzen(Nathalie). war also ein silberführendes Kupfererzbergwerk auf der Krombacher Höhe auf Littfelder Seite.

Über einen alten Stollen war in den Erzgängen Rosalie und Nathalie Kupfererz und in letzterem in 2 Mitteln silberreiches Fahlerz abgebaut worden.

In alten Akten findet sich wenig über diese Lagerstätte es sei denn sie ist eventuell mit der sagenumwobenen Bergwerk "Tränke" gemeint, die Gegenstand einiger Streitigkeiten zwischen dem Erzbischof Köln und den Fürsten von Nassau-Siegen und 1506,1587,1646 genannt war. Das Bergwerk lag in der Nähe einer alten Landstraße über die Krombacher Höhe, war aber nicht die Hauptroute über den Höhenzug, wenn man nach Olpe wollte.

Mitte des 19. Jahrhunderts sind ansonsten die ersten Notizen zu lesen. Peter Dettmer aus Neuenkleusheim hatte auf dem Erzsausbiß im Haubergs Schlag Kaltenseifen 3 Schächte angelegt um die Erze auf den Gängen Rosalie, Neucalifornien, Caecilia, Oscar und Augustus zu zu erschürfen. Amtsmann Schreiber reichte die Mutung für die Bergwerke Rosalie und Nathalie beim Bergamt ein.

Der Betrieb wurde schon vor der Mutung aufgenommen in dem durch den Steiger Dettmer im alten aufgebauten Stollen, in dem auch die Fundpunkte vorgezeigt worden waren, Erze abgebaut wurden und vor dem Mundloch von Hand imit dem Pochhammer zerschlagen und nach 3 Sorten sortiert und damit aufbereitet wurden. Es wurde ein Gesenk im Gang Rosalie angelegt, musste wegen starkem Wasserzufluß aber wieder verlassen werden. Als der Stollen aber verbrach und nicht mehr benutzt werden konnte, wurde der Betrieb eingestellt. Arnold Veerhoff übernahm so dann alle Kuxe von Schreiber und reichte erneut die Mutung ein.

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Obere Stollen der Grube Rosalie

 

  • 18. März 1859 das Längenfeld für das Bergwerk Nathalie auf Silber Eisen- und Kupfererze nach Catzenellenbogischer Bergordnung von 1559.

  • 28.März 1859 das Längenfeld für das Bergwerk Rosalie auf Silber Eisen- und Kupfererze nach Catzenellenbogischer Bergordnung von 1559.

 Lageplan Grube Kons. Rosalia

Lage der Grubenfelder von Arnold Veerhoff

Nach Erscheinen der neuen Bergordnung, des Allgemeines Bergesetzes wurde die beiden Grubenfelder konsolidiert und in ein Geviertfeld unter dem Namen Rosalie umgewandelt. Diese wurde durch das Bergamt am 14. Dezember 1866 bestätigt.

Es wurde nun östlich ein Tiefer Stollen angesetzt und 360 m lang unter die Gangzone getrieben.  Er brachte 42 m Tiefe unter dem oberen Stollen ein. 1872 wurde hier im Rosalie-Gang erste Untersuchungen durchgeführt. Dann aber eingestellt die Aufschlüsse waren zu unbefriedigend. Zwar wurde 1884-1896 der Gang nochmals untersucht aber es ist nach der Grubenakte  kein weiterer Betrieb umgegangen.

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Schacht im Grubenfeld Arnold

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Tiefer Stollen der Grube Rosalie


1914 wurde das Bergwerk als wertlos bewertet, aber erst 1992 gelöscht.  Etwaige Untersuchungen im 4-Jahresplan des Dritten Reiches sind mir nicht bekannt.

Heute findet man auf der Halde des oberen Stollens, das restaurierte Zechenhaus. Der Schriftzug ist zwar verwirrend, "Grube Natalia 1885-1933" steht über der Tür. 

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Zechenhaus

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Inschrift Grube Natalia

Im Breitenbachtal finden wir den Stollen und die Halde angeblich der Grube Arnold gemäß Amtlicher Karten. Hierzu folgendes: Der Stollen befindet sich zwar in diesem Grubenfeld. Dies gehörte ebenfalls dem gleichen Gewerken Arnold Veerhoff. Er bekam es am 21. August 1867 verliehen. Betrieb ist aber im Grubenfeld Arnold nicht umgegangen. Der Stollen ist der Tiefe Stollen der Grube Rosalie des Arnold.