Dem Bleierz, also das Erz aus dem dann Blei gewonnen wird, begegnen wir bei den Historischen Bergwerken. Oft wurde in den Bergwerken Bleiglanz, manchmal aber auch Weißbleierz gewonnen.

Das Blei erhielt seinen Namen von den Germanen,  die Römer nannten das Blei plumbum, das Bleierz jedoch gelana. Daraus wurde dann der heutige Fachbegriff galenit für den Bleiglanz.

Im Bleiglanz ist auch häufig Silber enthalten, jedoch schwankt der Gehalt je nach Lagerstätte. Es gibt sehr reiche silberhaltige Bleiglanzvorkommen (wobei historisch auch Reicherzfälle und Fahlerz für die überlieferten reichen Silbervorkommen verantwortlich sein können.   Viele Lagerstätten im Rheinischen Mittelgebirge sind aber Silberarme Bleiglanzlagerstätten.  Wenn dann der Blelglanz so wenige Beimengungen von Silber, Arsen usw. enthällt, also besonders rein ist, wurde er als Glasurerz sehr geschätzt.

Das Glasurerz wurde dann bei dem färben von Tonwaren genutzt.  Viele Glasurerzlagerstätten im rheinischen Mittelgebirge wurden wegen angeblichem Silberreichtum wieder aufgenommen. Aber die Enttäuschung war nachher groß, dass nur Blei und ggf. Kupfererz und/oder Zinkblende zu finden war.

 

 

Literatur:

Galenit https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Galenit